Die 10 besten Stressbewältigungstechniken am Arbeitsplatz
- 29. Okt. 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Nov. 2025
By Therapy-Chats.com | Beste Online-Therapie- und 24/7-Plattform für emotionale Unterstützung

Beruflicher Stress beschränkt sich nicht nur auf hohe Arbeitsbelastung – er betrifft auch, wie unser Geist, unser Körper und unsere Beziehungen auf die ständigen Anforderungen reagieren. Unbehandelt kann chronischer Stress am Arbeitsplatz unser emotionales Wohlbefinden und unser Lebensgefühl beeinträchtigen. Gerade in der heutigen Zeit – insbesondere für Remote-Arbeiter – ist Stress oft unsichtbar, aber nicht weniger real.
Wir von Therapy-Chats.com sind überzeugt, dass Stressmanagement nicht nur das Überleben sichert, sondern Ihnen hilft, aufzublühen. Dabei greifen wir auf Erkenntnisse aus den neuesten evidenzbasierten Therapieansätzen zurück.
1. Beginnen Sie mit der Werteklärung
In der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) geht es darum, sich darüber klar zu werden, was wirklich zählt – um die eigenen Kernwerte, die Orientierung geben. Wenn der Stress am Arbeitsplatz zunimmt, fragen Sie sich:
„Welchen Wert bringe ich mit dieser Arbeit zum Ausdruck?
Was für ein Mensch möchte ich in dieser Situation sein?“
Studien belegen, dass die Klärung von Werten die emotionale Widerstandsfähigkeit und das Engagement am Arbeitsplatz stärkt (Hayes, Strosahl & Wilson, 2011). Nutzen Sie eine kurze Übung im Tagebuchschreiben, um sich jeden Morgen wieder auf Ihr „Warum“ zu besinnen.
2. Achtsame Wahrnehmung von Auslösern
Anstatt Stress zu unterdrücken oder zu vermeiden, ermutigen Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) und achtsamkeitsbasierte Therapien dazu, Stressauslöser wertfrei wahrzunehmen.
Wenn Sie spüren, wie die Anspannung steigt, halten Sie inne, atmen Sie tief durch und benennen Sie Ihr Gefühl (z. B. „Ich merke, dass ich wegen dieser Deadline nervös bin“). Diese achtsame Beobachtung aktiviert die Selbstregulationszentren des Gehirns (Hölzel et al., 2011) und hilft Ihnen, angemessen zu reagieren, anstatt impulsiv zu handeln.
3. Tiefe somatische Erdung
Somatische Therapie betont die Rolle des Körpers bei Stress. Stress äußert sich oft in Verspannungen im Kiefer, flacher Atmung oder hochgezogenen Schultern. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Körper und führen Sie eine zweiminütige Erdungsübung durch:
Setzen oder stellen Sie sich mit den Füßen auf den Boden.
Spüren Sie in Ihren Körper hinein und nehmen Sie wahr, ob Sie sich unwohl fühlen.
Ziehen Sie beim Einatmen die entsprechende Muskelgruppe an; beim Ausatmen entspannen Sie sie wieder.
Studien bestätigen, dass körperorientierte Übungen physiologischen und psychischen Stress reduzieren (Van der Kolk, 2014).
4. Selbstmitfühlendes Grenzen setzen
Die Arbeit im Homeoffice lässt die Grenzen zwischen Privatleben und Beruf oft verschwimmen. Statt starrer Regeln empfiehlt sich eine Selbstreflexion:
„Welche Abgrenzung dient heute am besten meinem Wohlbefinden und meiner Arbeit?“
Kommunizieren Sie diese Erkenntnisse freundlich – sich selbst und anderen gegenüber. Studien belegen, dass mitfühlende Interventionen Stress reduzieren und die Produktivität steigern (Neff & Germer, 2013).
5. Therapeutische Mikropausen
Nicht jede Pause ist gleich. Nutzen Sie therapeutische Mikropausen, um Stresskreisläufe zu durchbrechen. Probieren Sie eine fünfminütige geführte Meditation oder progressive Muskelentspannung – eine Kerntechnik der Stressbewältigung. Studien belegen, dass selbst kurze, bewusste Pausen den Cortisolspiegel senken und die Stimmung verbessern können (Zacher, Brailsfor, & Parker Dec 2014).
6. ACT-basiertes Selbstgespräch: Wahrnehmen statt bekämpfen
Anstatt einfach nur „positiv zu denken“, fördert die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) einen achtsamen Umgang mit den eigenen Gedanken.
Üben Sie „kognitive Defusion“:
Wenn Ihr Verstand Ihnen sagt: „Ich werde das nie schaffen“, nehmen Sie es nur als Gedanken wahr, nicht als Tatsache. Versuchen Sie stattdessen zu sagen: „Ich habe gerade den Gedanken, dass ich das nie schaffen werde.“
Ergänzen Sie dies mit positiven Affirmationen, die Ihren Werten entsprechen: „Ich bin fest entschlossen, mein Bestes zu geben, auch wenn es schwerfällt.“ Studien zeigen, dass diese Techniken die psychische Belastung durch Stress deutlich reduzieren (Hayes et al., 2011).
7. Radikale Akzeptanz von Unvollkommenheit
Therapeutisches Stressmanagement lädt dazu ein, Unvollkommenheit als Teil des menschlichen Lebens zu akzeptieren. In der dialektischen Verhaltenstherapie (DBT) und der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) löst radikale Akzeptanz den vergeblichen Kampf gegen die Realität („Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit!“) und lenkt die Energie auf konstruktives Handeln. Diese Denkweise reduziert emotionale Erschöpfung (Linehan, 2014).
8. Somatische Rituale zum Feierabend für Remote-Arbeiter
Für Remote-Arbeiter signalisieren Übergangsrituale dem Nervensystem, in den Arbeitsmodus zu wechseln. Wählen Sie eine einfache körperliche Übung:
Strecken Sie die Arme über den Kopf und atmen Sie dreimal langsam durch.
Spielen Sie ein kurzes Lied ab.
Gehen Sie für fünf Minuten nach draußen und nehmen Sie Ihre Sinne bewusst wahr.
Diese Bewegung und die bewusste Sinneswahrnehmung basieren auf Erkenntnissen der Körperpsychologie und helfen nachweislich, den Arbeitsmodus zu beenden (Ogden, Minton, & Pain 2006). Dies ist besonders wichtig für alle, deren Arbeits- und Privatleben ineinander übergehen.
9. Beziehungsunterstützung und Verletzlichkeit
Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten oder offen über Ihre Gefühle zu sprechen, wenn Sie überfordert sind. Eine vertrauensvolle Beziehung – sei es zu einem Freund, Mentor oder Therapeuten – mindert Stress und schützt vor Burnout (Cohen & Wills, 1985). Pflegen Sie regelmäßige, authentische Kontakte – selbst eine kurze Nachricht an einen vertrauten Kollegen schafft emotionale Sicherheit.
10. Persönliche Wachstumsplanung durch Reflexion
Stress ist oft ein Zeichen für persönliches Wachstum. Nehmen Sie sich jede Woche 10 Minuten Zeit für ein Reflexionstagebuch:
„Was habe ich diese Woche durch den Arbeitsstress über mich selbst gelernt?“
Nutzen Sie Ihre Antworten, um kleine, mutige Veränderungen anzustoßen. Studien belegen, dass die Reflexion über persönliches Wachstum den Optimismus am Arbeitsplatz und die Zielerreichung fördert (Dweck, 2006).
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Stress am Arbeitsplatz ist mehr als nur lästig – er öffnet Ihnen die Tür zu tieferliegenden Mustern, Bedürfnissen und Ihrem Transformationspotenzial. Bei Therapy-Chats.com nutzen wir ACT, somatische Ansätze, Carl Jungs Theorien, Erkenntnisse der Neurowissenschaften, achtsamkeitsbasierte Methoden und weitere evidenzbasierte psychologische Strategien, um Sie auf einer Reise der tiefen Selbstentdeckung und nachhaltigen Stressbewältigung zu begleiten.
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References:
Hayes, S. C., Strosahl, K. D., & Wilson, K. G. (2011). Acceptance and Commitment Therapy, Second Edition.
Hölzel, B. K., et al. (2011). Mindfulness practice leads to increases in regional brain gray matter density. Psychiatry Research: Neuroimaging.
Van der Kolk, B. A. (2014). The Body Keeps the Score: Brain, Mind, and Body in the Healing of Trauma.
Neff, K.D., & Germer, C.K. (2013). A Pilot Study and Randomized Controlled Trial of the Mindful Self‐Compassion Program. Journal of Clinical Psychology.
Zacher, T., Brailsfor, H., Parker, S. L., (Dec 2014). Micro-breaks matter: A diary study on the effects of energy management strategies on occupational well-being. Journal of Vocational Behavior
Linehan, M.M. (2014). DBT Skills Training Manual, Second Edition.
Ogden, P., Minton, K., & Pain, C. (2006). Trauma and the body: A sensorimotor approach to psychotherapy. W. W. Norton & Company.
Cohen, S., & Wills, T. A. (1985). Stress, social support, and the buffering hypothesis. Psychological Bulletin.
Dweck, C. S. (2006). Mindset: The New Psychology of Success.




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